Sprach- und Schluckstörungen bei Demenz

Torsten Bur, Dipl.-Logopäde, Lehrlogopäde (dbl)
Andrea Schultze-Jena, Logopädin, Klinische Linguistin (BKL)

Während Sprachstörungen häufig den Beginn demenzieller Entwicklungen markieren, treten Schluckstörungen meist in späteren Stadien auf. Dieses Kompaktseminar behandelt beides: Sprach-und Schluckstörungen, denn auch Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen können von logopädi¬scher Kompetenz profitieren. Es bringt Licht ins Dickicht der Demenzdiagnosen, veranschaulicht Probleme der Differen¬zialdiagnostik und zeigt therapeutische Möglichkeiten bzw. Grenzen auf.
Strukturiertes Dysphagiemanagement minimiert Komplikationen und fördert einen guten Ernährungszustand. Bei Entscheidungen zur Ernährung sind Lebensqualität und Patien¬tenwille zu berücksichtigen. Einbezogen werden praktikable Verfahren, die den Patienten nicht überfordern.
 
Inhalte zu
Sprache und Kommunikation bei Demenz:
• Überblick über sprachtherapeutisch relevante Demenzformen
• Neuropsychologische Instrumente der Demenzdiagnostik
• Diagnostische Möglichkeiten in der Sprachtherapie
• Therapeutische Prinzipien und Konzepte zur Angehörigenberatung
 
Inhalte zu
Dysphagie und Demenz:
• Evidenzbasierte Leitlinie Demenzen
• Dysphagie-Management bei Demenz: praktikable klinische Diagnostik
• Therapie: Was nützt?
Alltagsaktivität, Schulung von Pflegekräften und Angehörigen, geeignete
Kostformen
• Wenn sichere orale Nahrungsaufnahme nicht mehr möglich ist -
Lebensqualität, Patientenwille, ethische Fallbesprechung
Bringen Sie bitte, wenn möglich, ein Stethoskop mit.
Weiterführende Informationen
Seminaranmeldungen sind telefonisch nicht möglich!
365,00 €

Freie Plätze !

    1941-HDA-DBL
    Heidelberg
    10.10.2019 - 12.10.2019
    DO 10:00 - 18:15
    FR 09:00 - 17:00
    SA 09:00 - 16:00
    24
    12
    12
Nach dem Examen an der Medizinischen Hochschule Hannover arbeitete Torsten Bur in einer...
Kurzbiographie: Torsten Bur, Dipl.-Logopäde, Lehrlogopäde (dbl)
Nach dem Examen an der Medizinischen Hochschule Hannover arbeitete Torsten Bur in einer logopädischen Praxis, bevor er ab 1991 in Aachen Lehr- und Forschungslogopädie studierte (Schwerpunkt Dysphagie). Parallel arbeitete er in einer geriatrischen Rehabilitationsklinik.
 
Danach leitete er fünf Jahre eine Logopädieschule. Zu den Lehrgebieten gehörten Aphasie, Dysphagie und Praxisanleitung.
Seit 2000 ist Torsten Bur Abteilungsleiter im AGAPLESION Bethanienkrankenhaus - Geriatrisches Zentrum in Heidelberg. Die klinische Tätigkeit umfasst die Schlaganfallstation, Demenzstation, Palliativstation, Rehabilitation und eine pneumologische Intensivstation.
Fortgebildet hat er sich u.a. in Bobath, Funktioneller Dysphagietherapie (FDT), Manueller Schlucktherapie, F.O.T.T.®, Integrativer Validation (IVA) nach Richard® und FEES®. Seit 2016 ist Torsten Bur zertifizierter FEES-Ausbilder (Deutsche Gesellschaft für Neurologie, Deutsche Schlaganfall Gesellschaft).
 
Persönliches Motto: „Aus der Praxis für die Praxis".
Kurzbiographie: Andrea Schultze-Jena, Logopädin, Klinische Linguistin (BKL)
Andrea Schultze-Jena hat nach ihrer Logopädie-Ausbildung in Berlin das Studium der Patholinguistik in Potsdam und ein Weiterbildungsstudium »Erwachsenenbildung« an der Universität Bremen absolviert. Nach über 25 Jahren Berufstätigkeit in Praxis, Lehre und Klinik in Berlin, Potsdam und Niedersachsen arbeitet sie derzeit in einer neurologischen Rehaklinik in der Nähe von Freiburg/Brsg. Seit ihrer Diplomarbeit 2001 beschäftigt sie sich mit dem Thema „Sprachstörungen bei Demenz", hat dazu veröffentlicht und bietet Fortbildungen zu diesem Thema an.
Neuere Arbeitsschwerpunkte bilden die spielerisch-kommunikative Aphasietherapie sowie die musikgestützte Sprachaktivierung bei schweren Aphasien in Anlehnung an »Neurologic Music Therapy«. Sie hat bei ProLog das an die CIAT-Methode angelehnte Spiel „Her damit" veröffentlicht und die Methode auch in andere Bereiche der neurologischen Sprach- und Sprechtherapie übertragen.
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