Palliative Logopädie am Beispiel neurologisch progredienter Erkrankungen

Cordula Winterholler, Linguistin M.A., Lehrlogopädin

In diesem Seminar geht es um eine besondere Art der Logopädie - die der begleitenden. Wir üben und beüben, sind ziel- und erfolgsorientiert und erleben in zunehmendem Maße Betroffene, die von dieser Art der Therapie (speziell Dysphagie- und Dysarthrietherapie) nicht profitieren. Weiterüben? Therapeutischer Nihilismus? Am Beispiel der ALS kann man sehr deutlich zeigen, dass es noch eine andere Arbeitsweise der Logopädie gibt - die palliative Logopädie. Fundiertes Wissen über die medizinischen Mechanismen der zugrundeliegenden Erkrankungen, die Kenntnis über die aktuelle Studienlage, ein Netzwerk bestehend aus Selbsthilfegruppen sowie Anbietern im medizinischen Bereich erweitern die Handlungsmöglichkeiten. Wann ist eine PEG sinnvoll? Wann Trachealkanülen? Welche Dysphagiemethoden sind hilfreich, welche sogar gefährdend? Und nicht zuletzt: Welche Therapeutenhaltung haben wir selber? Anhand von Fallbeispielen werden alle diese Aspekte anschaulich dargestellt und diskutiert.
Die Inhalte im Einzelnen: Krankheitsverlauf neuromuskulärer Erkrankungen aus logopädischer Sicht - Aktuelle Studienlage bzw. Leitlinien für Dysphagie/Dysarthrie bei neuromuskulären Erkrankungen - Indizierte Therapiemethoden - PEG, Trachealkanülen - Therapeutenhaltung: Grundzüge aus der Transaktionsanalyse - Beratung bei progredienten Erkrankungen
Die Themen des Seminars werden im Wechsel von Theorie und Praxis mit spielerischen Szenen und Übungen vermittelt.
Das Seminar richtet sich an Therapeuten mit Erfahrung in der Schlucktherapie.
165,00 €

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    1739-WB
    Wien
    30.09.2017
    SA 09:30 - 17:00
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Studium der Linguistik/Theaterwissenschaft/Psychologie an der...
Cordula Winterholler, Linguistin M.A., Lehrlogopädin
Studium der Linguistik/Theaterwissenschaft/Psychologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg; danach Ausbildung zur Logopädin an der BFS für Logopädie/Erlangen. Lehrlogopädin für Dysphagie und Dysarthrie im Bachelor-Studiengang an der Medizinischen Fakultät der Uni Erlangen-Nürnberg; seit 10/2012 Studiengangsleitung Logopädie an einer FH; 10 Jahre Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke im Arbeitskreis »Therapie«; daraus ergab sich die Schwerpunktsetzung »Schluckstörungen und neuromuskuläre Erkrankungen«. Außerdem Betreuung der Neonatologischen Station der Fürther Kinderklinik bezüglich kindlicher Schluckstörungen. Resilienz Coaching, Moderatorin ethischer Fallbesprechungen
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