Grammatische Störungen auf der Textebene: Diagnostik und Therapie im Vorschul- und Schulalter

Antje Skerra, Logopädin, Dipl.-Patholinguistin

Kinder müssen in der Schule Lehrtexte verstehen. Sie müssen instruieren, eine Beobachtung beschreiben, ihren Standpunkt vertreten und eine Geschichte erzählen oder interpretieren können. Hierfür ist neben Wortschatz und Weltwissen das grammatische Wissen entscheidend. Das Verstehen und Verwenden komplexer grammatischer Sätze fällt als letzter Entwicklungsschritt der grammatischen Entwicklung in die Vorschulzeit der Kinder. Er ist Grundlage für die Zugänglichkeit von Kohäsionsmitteln zur Bildung kohärenter Texte. Die Fähigkeit, Texte zu produzieren und zu verstehen ist eine Schlüsselqualifikation, die in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Schulerfolg eines Kindes steht.
Das Seminar widmet sich den grammatischen Voraussetzungen für das Verstehen und die Produktion von Texten. So werden zunächst Grundlagen des Grammatikerwerbs aufgefrischt, um dann ihre Relevanz für die Verarbeitung von Texten zu erarbeiten (Makrostruktur und Mikrostruktur). Den Teilnehmerinnen werden aktuelle Diagnostik- und Therapieverfahren für grammatische Störungen auf der Satz- und Textebene vorgestellt, um eine individuelle Therapie ableiten zu können.
 
Der Schwerpunkt des Seminars liegt in der praktischen Umsetzung der diagnostischen Verfahren und der Therapieplanung verschiedener Therapieeinheiten. Dabei wird besonders auf die unterschiedlichen therapeutischen Möglichkeiten von Kindern im Vorschulalter und Schulalter eingegangen.
234,00 € 260,00 € (10% )

Freie Plätze !

    1745-LB
    Leipzig
    10.11.2017 - 11.11.2017
    FR 09:00 - 16:30
    SA 09:00 - 15:45
    15
    3
    12
Antje Skerra schloss 1999 ihre Ausbildung zur Logopädin in Ulm ab und arbeitete...
Antje Skerra, Logopädin, Dipl.-Patholinguistin
Antje Skerra schloss 1999 ihre Ausbildung zur Logopädin in Ulm ab und arbeitete anschließend als Logopädin im Christophsbad in Göppingen. Von 2002 an studierte sie an der Universität Potsdam Patholinguistik. Von 2007-2010 war sie Mitarbeiterin im Studiengang „Klinische Linguistik" bei Prof.C. Kauschke an der Universität Marburg. Von Januar 2011 bis Mai 2014 war sie Promotionsstipendiatin am ZAS in Berlin - Thema: Verfügbarkeit diskurskohäsiver Mittel für Kinder mit einer Sprachentwicklungsstörung.
Nebenberuflich ist Antje Skerra seit 2006 durchgehend Fortbildungsbeauftragte für verschiedene Anbieter und gelegentlich Lehrbeauftragte an der Alice-Salomon-Hochschule im Studiengang „Erziehung und Bildung im Kindesalter". Aktuell füllt sie die Position der Fachleitung für Sprachbildung und Sprachförderung für Kindergärten eines Trägers in Berlin aus. 2008 erhielt sie den dbl Forschungspreis für ihre Diplomarbeit „Fast Mapping-Leistungen bei Kindern mit einer semantisch- lexikalischen Störung".
Skerra, A., Adani, F. & Gagarina N. (2013). Diskurskohäsive Mittel in Erzählungen...
Skerra, A., Adani, F. & Gagarina N. (2013). Diskurskohäsive Mittel in Erzählungen als diagnostischer Marker für Sprachentwicklungsstörungen. Spektrum Patholinguistik 6.
Skerra, A., Reichenbach, K., Reichardt, V. & Gagarina, N. (2012). Test zur Erzählfähigkeit von monolingualen und bilingualen Kindern. In N. Gagarina, D. Klop, S. Kunnari, K. Tantele, & I. Balèiū?nienė?. MAIN- Multilingual Assessment Instruments for Narratives. ZASPiL 56.
 
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