Trachealkanülen-Management bei Spontanatmung und bei invasiver Beatmung

Hans Schwegler, Dipl.-Logopäde

Tracheotomierte (und invasiv beatmete) Patientinnen und Patienten sind aufgrund der (dauer)gecufften Trachealkanülen (TK) oft mit großen Einschränkungen ihrer Lebensqualität konfrontiert. Langzeitgecuffte TK können zudem besonders für das Schlucken negative Folgen haben. Der Kurs soll die entsprechenden Zusammenhänge aufzeigen und ermutigen, mit einem schrittweisen, zielgerichteten Trachealkanülen-Management (TKM) schon sehr früh, möglichst auf der Intensivstation, zu beginnen.
Die gängigen Arten von Trachealkanülen werden vorgestellt. Die Bedeutung des physiologischen Ausatemluftstromes für die mündliche Kommunikation, die Dysphagietherapie und den oralen Kostaufbau - auch unter den Bedingungen der invasiven Beatmung - wird erörtert. Sprechventile spielen dabei eine wesentliche Rolle. Die Besonderheiten in Diagnostik und Therapie von Dysphagiepatienten mit TK sowie das TKM, das in sicheren Schritten in Richtung Dekanülierung verfolgt werden soll, sind weitere Inhalte des Kurses. Auf Komplikationen und Alltagsprobleme mit TK wird eingegangen. Die Inhalte werden anhand von Patientenbeispielen mit Videosequenzen veranschaulicht.
Kenntnisse und möglichst auch Erfahrungen im Bereich der Dysphagie bei Patientinnen und Patienten ohne TK werden vorausgesetzt.
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    1937-KA
    Köln
    13.09.2019 - 14.09.2019
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Hans Schwegler absolvierte nach der Primarlehrerausbildung und einigen Jahren Berufspraxis das...
Kurzbiographie: Hans Schwegler, Dipl.-Logopäde
Hans Schwegler absolvierte nach der Primarlehrerausbildung und einigen Jahren Berufspraxis das Logopädie-Studium in Zürich. Ab 1990 arbeitete er zuerst in der Phoniatrie des Kantonsspitals Luzern, schwerpunktmäßig im Bereich der Stimmtherapien. Seit 1995 ist er im Schweizer Paraplegiker-Zentrum in Nottwil tätig. Dort baute er die logopädische Abteilung zunächst in einer Teilzeit-, seit 2000 in einer Vollzeitanstellung auf. Sein logopädisches Arbeitsfeld verlagerte sich zunehmend auf die Diagnostik und Therapie der Dysphagien, wobei immer häufiger tracheotomierte und invasiv beatmete Patientinnen und Patienten hinzukamen. Er arbeitet sowohl auf der Intensivstation, als auch in der Rehabilitation und im ambulanten Bereich. Seit 2005 gibt er sein Wissen im Trachealkanülen-Management in Kursen, Vorträgen und Schulungen weiter und unterrichtet sein Fachgebiet an verschiedenen deutsch-schweizer Logopädie-Ausbildungsstätten.
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