Desensibilisierungsinterventionen und Modifikationstechnik bei stotternden Jugendlichen und Erwachsenen

Hartmut Zückner, Lehrlogopäde

Der Erfolg der Stottertherapie wird maßgeblich bestimmt durch die Fähigkeit des Stotternden, sich zu einem selbstbewussten Stotterer zu entwickeln. Ein Klient, der nicht lernt, weitgehend gelassen  und angstfrei zu stottern, kann nicht dauerhaft und umfassend sein Sprechen durch Techniken verflüssigen. Deshalb kommt der Desensibilisierung die Schlüsselrolle in der Non-avoidance-Therapie zu. In  diesem Seminar werden unterschiedliche Verfahren und Interventionen dargestellt und eingeübt, die sich in einer professionellen Desensibilisierung bewährt haben. Für die Modifikation ist es wichtig, dass der Klient Vertrauen in die Blocklösetechniken hat. Daher werden in diesem Seminar die Blocklösetechniken nach van Riper, Sheehan und dem SSMP vermittelt und ein Verfahren der Fehleranalyse  eingeführt, um Klienten den erfolgreichen Einsatz der Modifikationstechniken zu vermitteln.
Inhalt: Konfrontationsdesensibilisierung bei echtem Stottern und bei Pseudostottern; Veränderung kognitiver Konstrukte (de Shazer, systemische Interventionen, RET-Interventionen);  Desensibilisierungsarbeit mit surveys und advertising; physiologische Grundlagen der Blockierung (»spasm«) im Stottern und Anforderungen an »block modification«-Techniken; Darstellung und Einübung  der Modifikationstechniken des SSMP-Therapieansatzes (prolongation pullout-negative practice-cancellation); Erweiterung der Therapieeffizienz durch therapeuten-unabhängige Übungsformen.
270,00 €

Freie Plätze !

    1746-KF
    Köln
    17.11.2017 - 18.11.2017
    FR 09:00 - 17:00
    SA 09:00 - 17:00
    16
    8
    8
Hartmut Zückner ist Lehrlogopäde für Stottern und Poltern an der Schule für...
Hartmut Zückner, Lehrlogopäde
Hartmut Zückner ist Lehrlogopäde für Stottern und Poltern an der Schule für Logopädie in Aachen und Lehrbeauftragter für Redeflussstörungen im Studiengang Logopädie der RWTH Aachen. Außerdem ist er group worker (AASWG) und Supervisor (DGSv). Er absolvierte ein Studium der Germanistik und Sozialwissenschaften und bildete sich in folgenden Bereichen fort: Gesprächsführung (Rogers), SSMP-Stottertherapie, Systemisch-konstruktivistische Intervention (IBS-Aachen).
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