Diagnostik des Stotterns bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen

Georg Thum, Akad. Sprachtherapeut, Sprachheilpädagoge M.A.

Die Evaluation und Dokumentation der Therapieergebnisse gewinnt nicht nur aufgrund der Anforderungen einer evidenzbasierten Therapie zunehmend mehr an Bedeutung. Vielmehr trägt eine objektive Diagnostik zur Therapieplanung entschieden bei und erleichtert den Dialog mit Ärzten bei Folgeverordnungen. Das 1-tägige Seminar beschäftigt sich mit der Diagnostik des Stotterns. Thematisiert und vorgestellt werden Instrumente, die eine ICF-orientierte und differenzierte Sichtweise auf das komplexe Störungsbild Stottern ermöglichen. Beginnend mit Screening-Instrumenten, die bei Kindern im Vorschulalter eine erste Unterscheidung von normalen Unflüssigkeiten zu Stottern ermöglichen und unterstützend als Entscheidungshilfe an Eltern und Bezugspersonen (Erzieher, Ärzte) weitergegeben werden können, lernen Sie die quantitative und qualitative Bewertung von Stotterereignissen kennen. Dabei wird anhand von Videobeispielen das valide Stuttering Severity Instrument (SSI, Riley) erprobt und es werden dessen Grenzen erfahren. Ebenso wichtig ist die Erhebung der psychosozialen Belastung mittels validierter Fragebögen.
Nach dem Seminar können Sie Stottern von normalen Unflüssigkeiten abgrenzen und den Schweregrad bestimmen. Sie kennen Grenzen und Herausforderungen und wissen ebenso um die Bedeutsamkeit einer Verlaufsdiagnostik, wie auch um die Erhebung von Begleitsymptomen und die psychosoziale Belastung des Patienten. Die Diagnostik ist Grundlage der Therapieplanung.
Bitte bringen Sie zum Auszählen der Silben einen Taschenrechner (mit Tasten, Smartphones mit Touchscreen sind weniger gut geeignet), Laptop, Silbenzähler o.Ä. mit.
Bitte drucken Sie folgende (kostenfreie) Downloads aus: Redeflusskompass und Stotterkompass www.logopaedieundpraevention-hfh.ch/content-n25-sD.html, SLS: www.ivs-online.de/inhalt/service/stottertest
 
Die Teilnehmer dieses Seminars erhalten kostenlos den "Fragebogen zur psychosozialen Belastung durch das Stottern für Kinder und Jugendliche" (Autorin: Dr. Susanne Cook).
Weiterführende Informationen
155,00 €

Freie Plätze !

    1815-KB
    Köln
    13.04.2018
    FR 11:00 - 18:30
    8
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Georg Thum ist seit mehr als 20 Jahren ausschließlich in der Stottertherapie tätig. Er...
Kurzbiographie: Georg Thum, Akad. Sprachtherapeut, Sprachheilpädagoge M.A.
Georg Thum ist seit mehr als 20 Jahren ausschließlich in der Stottertherapie tätig. Er konzipierte 2002 zusammen mit Ingeborg Mayer die Intensivtherapie »Stärker als Stottern« und führt den methodenkombinierten Ansatz auch ambulant in eigener Praxis durch. Zudem ist er als Lehrbeauftragter für »Stottern« und als Berater an der Stotterberatungsstelle der Ludwig-Maximilians-Universität München tätig. Für die Bundesvereinigung Stottern und Selbsthilfe e.V. (BVSS) begleitete er das gemeinsame Projekt »Stottern und Schule«, aus dem ein Lehrerratgeber und eine Broschüre entstanden sind. Es liegen mehrere Veröffentlichungen vor, u.a. das Buch „Stottertherapie bei Kindern und Jugendlichen". Er arbeitet als Therapeut sowohl in intensivtherapeutischer als auch eigener Praxis.
Thum G.& Mayer I. (2014): Stottertherapie bei Kindern und Jugendlichen. Reinhardt Verlag...
Quellenangaben:
Thum G.& Mayer I. (2014): Stottertherapie bei Kindern und Jugendlichen. Reinhardt Verlag München
 
Sandrieser, P., Schneider, P. (2015): Stottern im Kindesalter. 4. Auflage, Thieme-Verlag
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