Evidenzbasierte Aphasietherapie

Holger Grötzbach, Linguist M.A.

In der Fortbildung wird zunächst in die Terminologie der evidenzbasierten Medizin eingeführt. Im Vordergrund steht dabei die Klärung der Begriffe „Effektivität, Effizienz, Evaluation, externe und interne Validität". Daran schließt sich eine Vorstellung derjenigen Prinzipien an, die sich in der Aphasietherapie als evidenzbasiert wirksam erwiesen haben. Zu ihnen gehört ein früher Therapiebeginn, die Therapiefrequenz, das „shaping"-Prinzip, die Repetition sowie das „design of learning situation".
Da die Therapiefrequenz von besonderer Bedeutung für die Therapie von Aphasien ist, werden alle Möglichkeiten vorgestellt, eine hochfrequente Therapie anbieten zu können. Es wird sich zeigen, dass jede der Möglichkeiten mit Vorteilen, aber auch mit Nachteilen verbunden ist. In der Diskussion wird sich außerdem zeigen, dass die evidenzbasiert gesicherte Therapiefrequenz im Widerspruch zum Heilmittelkatalog steht. Im letzten Teil der Fortbildung wird es daher um die Frage gehen, wie der Widerspruch mit Hilfe der therapeutischen Leitlinien und des Reha-Therapiestandards zu lösen ist.
Weiterführende Informationen
Seminaranmeldungen sind telefonisch nicht möglich!
190,00 €

Freie Plätze !

    2208-MDB-DBL
    Magdeburg
    SA, 26.02.2022 | 09:00 - 16:30
    8
    8
Holger Grötzbach studierte Linguistik, Psychologie und Philosophie in Bonn und Berlin mit...
Kurzbiographie: Holger Grötzbach, Linguist M.A.
Holger Grötzbach studierte Linguistik, Psychologie und Philosophie in Bonn und Berlin mit den Schwerpunkten Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen. Im Anschluss an das Studium arbeitete er drei Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Psycholinguistik in Nijmegen/Holland.
Danach Wechsel in die Asklepios Klinik Schaufling, zunächst als stellvertretender Leiter und seit über 25 Jahren als Leiter der Abteilung Sprachtherapie. Seine Arbeitsschwerpunkte umfassen die Diagnose und Therapie neurologisch bedingter Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen, die Umsetzung der ICF in klinische Routinen sowie evidenzbasiertes (sprach-)therapeutisches Arbeiten.
Zuletzt angesehen