Alltagsorientiertes Üben bei schweren und mittelschweren Aphasien

Neurokognitive Grundlagen und ihre praktische Umsetzung beim Üben

Dr. Ingrid Weng, Klinische Linguistin (BKL), Sprachdidaktikerin

Im ersten Teil des Seminars erhalten die Teilnehmerinnen einen Überblick darüber, welche sprachverarbeitenden und allgemein-kognitiven Prozesse bei der Sprachproduktion und -rezeption ablaufen. Daraufhin soll transparent gemacht werden, in welchem Ausmaß diese bei den verschiedenen Schweregraden der aphasischen Störungen beeinträchtigt sein können und wie sich dies auf einzelne sprachbezogene Alltagsfertigkeiten der Betroffenen auswirken kann.
 
Im anschließenden Praxisteil wird ein alltagsorientierter Therapieansatz mit klar strukturierten Ablaufplänen für schwere und mittelschwere Aphasien vorgestellt; die Übungszyklen enthalten zum einen situationsorientierte sprachfokussierte Übungen, zum anderen Transferübungen, die die Betroffenen durch Verbesserung der sprachlichen und der allgemein-kognitiven Voraussetzungen wieder schrittweise an Teilfertigkeiten des Alltags heranführen und sie so auf elementare Alltagssituationen mit ihren typischen Handlungs- und Entscheidungsmustern vorbereiten sollen.
 
Methodisches Ziel des Seminars ist, dass die Teilnehmerinnen die Anforderungen des Übungsgeschehens in der Aphasietherapie didaktisch richtig einschätzen, angemessene Übungen auswählen und sie gegebenenfalls an die individuellen Bedürfnisse der Betroffenen anpassen können. Es soll auch transparent werden, warum bestimmte Arten von Übungen bei schweren Aphasien nicht funktionieren können.
Weiterführende Informationen
Seminaranmeldungen sind telefonisch nicht möglich!
280,00 €

Freie Plätze !

    2240-KA
    Köln
    FR, 07.10.2022 | 11:00 - 18:30
    SA, 08.10.2022 | 09:00 - 14:30
    14
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Nach dem Studium der Slawistik und Germanistik mit Abschluss Promotion an der Universität...
Kurzbiographie: Dr. Ingrid Weng, Klinische Linguistin (BKL), Sprachdidaktikerin
Nach dem Studium der Slawistik und Germanistik mit Abschluss Promotion an der Universität Tübingen war Frau Dr. Weng erst als DAAD-Lektorin im Ausland tätig. Danach absolvierte sie das Praktische Jahr „Linguistin im Praktikum" an den Kliniken Schmieder in Allensbach. Von 1994 bis 2020 war sie dort als Klinische Linguistin angestellt. Seit 1995 unterrichtet sie als freiberufliche Dozentin in der Logopädinnenaus- und -weiterbildung. Ferner publiziert sie als Autorin und Co-Autorin regelmäßig Materialsammlungen und Fachaufsätze zum Thema „Aphasietherapie".
Weng, I. & Storch, G. (2013b). Gebrauchstexte in der teilhabeorientierten Aphasietherapie....
Quellenangaben:
Weng, I. & Storch, G. (2013b). Gebrauchstexte in der teilhabeorientierten Aphasietherapie.  Alltagsrelevante Verstehensabsichten trainieren und handlungsrelevante Informationen entnehmen. In: Forum Logopädie 6 (27), 6-11.
Weng, I. & Storch, G. (2016). Zur Didaktik der teilhabeorientierten Aphasietherapie. Teil 1: Kommunikatives Handeln und kognitive Teilleistungen. Forum Logopädie 6 (30), 16-21.
Weng, I. & Storch, G. (2017a). Zur Didaktik der teilhabeorientierten Aphasietherapie. Teil 2: Sprachdidaktische Grundlagen eines situativ-handlungsorientierten Ansatzes. Forum Logopädie 1 (31), 36-41.
Weng, I. & Storch, G.(2017b). Zur Didaktik der teilhabeorientierten Aphasietherapie.Teil 3: Zwei kommentierte Therapieeinheiten. Forum Logopädie 2 (31), 22-28.
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