„Hands in hands“

basales Arbeiten im logopädischen und physiotherapeutischen Setting beim Syndrom der reaktionslosen (UWS) und responsiven (MCS) Wachheit

MSc. Cornelia Janik, Logopädin, Craniosacraltherapeutin i.A.
BSc. Judith Mörzinger, Physiotherapeutin, Neurophysiotherapeutin

Die Themen  „Syndrom der reaktionslosen Wachheit (UWS)" und  „Syndrom der responsiven Wachheit (MCS)" (veralteter Begriff  „Wachkoma") erlangen nicht nur in den Medien, sondern auch in den therapeutischen Berufsbildern immer größer werdende Bedeutung. Die Komplexität dieses Störungsbildes verlangt ein strukturiertes und gesamtheitliches Konzept für Behandlungsschritte im diagnostischen und therapeutischen Bereich. Die Umsetzbarkeit setzt die Auseinandersetzung mit theoretischen Grundlagen voraus.
Daher bringt dieses Seminar zunächst einen Überblick zu den Eckdaten der Theorie:
- Begrifflichkeiten: ein Störungsbild - unterschiedliche Begriffe
- Ätiologie und Epidemiologie
- Komplikationen und ihre Auswirkungen auf das logopädische Arbeitsfeld
- Möglichkeiten in der Diagnostik
- multidisziplinäre Therapiekonzepte
In der Praxis werden im Rahmen von Selbsterfahrung und Kleingruppen folgende Themen erarbeitet: Körperwahrnehmung nach Affolter, Lagerung nach Bobath, Atemtherapie als Schnittstelle zwischen Physiotherapie und Logopädie, Abbau von pathologischen Reflexen auf ganzkörperlicher Ebene. Mit diesen vorbereitenden Maßnahmen soll eine stressfreie Therapie im facialen und orofacialen Bereich ermöglicht werden.
Bitte bringen Sie zum Seminar eine Decke, ein mittelgroßes Handtuch, ein Kissen, einen Waschlappen, eine Kinderzahnbürste (kleinster Zahnbürstenkopf) und einen Becher mit.
Weiterführende Informationen
Seminaranmeldungen sind telefonisch nicht möglich!
295,00 €

Freie Plätze !

    2136-WA
    Wien
    10.09.2021 - 11.09.2021
    FR 11:00 - 18:30
    SA 09:00 - 16:30
    16
    5
    11
Cornelia Janik absolvierte ihren Abschluss für Logopädie-Phoniatrie-Audiologie 2010 in...
Kurzbiographie: MSc. Cornelia Janik, Logopädin, Craniosacraltherapeutin i.A.
Cornelia Janik absolvierte ihren Abschluss für Logopädie-Phoniatrie-Audiologie 2010 in Wien. Von Beginn ihrer Berufslaufbahn als Logopädin an arbeitete sie im neurologischen Bereich (zum Teil in Kombination mit geriatrischen und pulmologischen Störungsbildern). Ihre Diagnostik- und Therapieschwerpunkte liegen in der Behandlung von neurogenen Dysphagien, im Trachealkanülenmanagement sowie im Bereich der Unterstützten Kommunikation.
Im Rahmen ihrer Masterarbeit hat sie ihre bisherige praktische Erfahrung in der umfassenden Arbeit mit Menschen im bewusstseinsgetrübten Zustandsbild (UWS-reaktionslose Wachheit, MCS-minimal responsive Wachheit) im wissenschaftlichen Arbeiten vertieft. Das Ergebnis ihrer Studie stellt die „Skala für Kommunikation und Schlucken" als diagnostisches Vorschlagsinstrument dar.
Kurzbiographie: BSc. Judith Mörzinger, Physiotherapeutin, Neurophysiotherapeutin
Judith Mörzinger hat 2012 die Gesundheits- und Krankenpflegeschule am AKH-Wien abgeschlossen. 2016 beendete sie ihr Physiotherapie-Studium an der Fachhochschule St.Pölten. Ihr physiotherapeutischer Schwerpunkt liegt in der Arbeit mit schwer mehrfach beeinträchtigten Kindern und Erwachsenen sowie in der Gynäkologie.
Friedhoff, M. und Schieberle D. (2007). Praxis des Bobath-Konzepts  Grundlagen, Handling,...
Quellenangaben:
Friedhoff, M. und Schieberle D. (2007). Praxis des Bobath-Konzepts  Grundlagen, Handling, Fallbeispiele. 2. Auflage (2012). Thieme Verlag.
Geremek, A. (2009). Wachkoma  Medizinische, rechtliche und ethische Aspekte. Deutscher Ärzteverlag.
Nusser-Müller-Busch, R. (2004). Die Therapie des faciooralen Traktes  funktionell, komplex, alltagsbezogen. 3. Auflage (2011). Springer Verlag
Nydahl, P. (2004). Wachkoma  Betreuung, Pflege und Förderung eines Menschen im Wachkoma. 3.Auflage (2011). Urban & Fischer Verlag.
Steinbach, A. u. Donis, J. (2011). Langzeitbetreuung Wachkoma: Eine Herausforderung für Betreuende und Angehörige. 2. Auflage (2012). Springer Verlag.
Van Erp, W.S. et al. (2014). The vegetative state/unresponsive wakefulness syndrome: a systematic review of prevalance studies. In: European Journal of Neurology. Nr.10. S.1-5.
Wild, K. et al. (2012). Apallisches Syndrom, vegetativer Zustand: Unangemessene Begriffe. In: Deutsches Ärzteblatt. Nr.109. S.A-143/B-131/C-131.
 
Appgefahren Appgefahren
285,00 €
Restaphasie Restaphasie
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