Prosodie wozu? – Die Schnittstellentherapie bei prosodischen Störungen

Dr. Antje Skerra, Logopädin, Dipl.-Patholinguistin

Die Prosodie bietet von Geburt an entscheidende Hinweise für oftmals mehrschichtige Regelformate. Fikkert et al. (1998) sehen eine prosodische Störung als früh erkennbares Symptom einer SSES an, das sich nachhaltig auf den Wortschatzerwerb, den Grammatikerwerb, die Entdeckung morphologischer Regeln, den Schriftspracherwerb und schließlich die pragmatische Entwicklung auswirkt.  
 
Im Seminar wird zunächst auf der Grundlage eines Spracherwerbsmodells der Einfluss von prosodischem Wissen für den Spracherwerb erarbeitet. Anschließend wird mit den Teilnehmern das therapeutische Vorgehen (u.a. PLAN, Siegmüller & Kauschke, 2017) bei prosodischen Störungen erarbeitet. Der Schwerpunkt liegt hierbei in der Vernetzung zu den einzelnen Therapiebereichen.
Weiterführende Informationen
Seminaranmeldungen sind telefonisch nicht möglich!
280,00 €

Freie Plätze !

    2034-KC-DBL
    Köln
    23.08.2020 - 24.08.2020
    SO 11:00 - 18:00
    MO 09:00 - 15:45
    15
    3
    12
Dr. Antje Skerra schloss 1999 ihre Ausbildung zur Logopädin in Ulm ab und arbeitete...
Kurzbiographie: Dr. Antje Skerra, Logopädin, Dipl.-Patholinguistin
Dr. Antje Skerra schloss 1999 ihre Ausbildung zur Logopädin in Ulm ab und arbeitete anschließend als Logopädin im Christophsbad in Göppingen. Ab 2002 studierte sie an der Universität Potsdam Patholinguistik. Von 2007-2010 war sie Mitarbeiterin im Studiengang „Klinische Linguistik" unter Prof. C. Kauschke an der Universität Marburg. Von Januar 2011 bis Mai 2014 war sie Promotionsstipendiatin am ZAS in Berlin - Thema: Verfügbarkeit von Kohäsionsmitteln für Kinder mit einer Sprachentwicklungsstörung - Eine Studie zu den Auswirkungen grammatischer Defizite auf das Verstehen und die Produktion von Texten. Sie schloss ihre Promotion erfolgreich im Januar 2017 ab.
Nebenberuflich ist sie seit 2006 durchgehend Fortbildungsbeauftragte für verschiedene Anbieter, übernahm gelegentlich Lehraufträge an der Alice-Salomon-Hochschule im Studiengang „Erziehung und Bildung im Kindesalter" und arbeitete als Fachbereichsleiterin für Sprachbildung & Sprachförderung eines Trägers in Berlin. Seit April 2017 ist sie akademische Mitarbeiterin an der Universität Potsdam im Strukturbereich Inklusionpädagogik. 2008 erhielt Dr. Antje Skerra den dbl-Forschungspreis für ihre Diplomarbeit „Fast-Mapping-Leistungen bei Kindern mit einer semantisch lexikalischen Störung".  
 Fikkert, P., Penner,  Z. & K. Wymann K (1998): Das Comeback der Prosodie....
Quellenangaben:
 Fikkert, P., Penner,  Z. & K. Wymann K (1998): Das Comeback der Prosodie. L.O.G.O.S. Interdisziplinär, 6, 84-97.
 Kauschke, C., Ott,S. & V. Maihack (Hrsg): Prosodie und Kindersprache. ProLog 2012.
 Otten,M. &  W. Walther (2009): Prosodie  Bedeutung, Funktionen, Diagnostik. Forum Logopädie. 23: 18-25.
 Penner, Z.(2002): Plädoyer für eine präventive Frühintervention bei Kindern mit Spracherwerbsstörungen. In: von Suchodoletz W (Hrsg.): Therapie von Sprachentwicklungsstörungen: Anspruch und Realität. Stuttgart, Kohlhammer. 106-  142.
 Penner, Z., Wermke, K., Weissenborn, J. & K. Wymann (1990): Prävention, Früherkennung und Frühintervention bei Spracherwerbsstörungen. Paediatrica.10: 19-26.  
 Schröder, C. & B. Höhle  (2011): Prosodische Wahrnehmung im frühen Spracherwerb. Sprache · Stimme · Gehör . 35: 9198.  
 Siegmüller, J. & Kauschke, C. (2017): Der Patholinguistische Ansatz (PLAN) in der Therapie von
 Sprachentwicklungsstörungen im Überblick. L.O.G.O.S. Interdisziplinär. (25), 1-12.
 Spreer, M. & S.Sallat  (2011): Prosodie  diagnostische Möglichkeiten. Sprache · Stimme · Gehör. 35: 112117.   
 Walther, W., Schulz, K. & M. Otten (2012): Die ProsA (Prosodie-Analyse). Vorstellung eines neuen evaluierten prosodischen Diagnostikverfahrens. Forum Logopädie 26: 28-35.  
 
IFST kompakt IFST kompakt
430,00 €
Zuletzt angesehen