Funktionale Stimmtherapie nach der Lichtenberger® Methode - Aufbaukurs

Margit Schneider, Lehrlogopädin; Gymnasiallehrerin

Die Lichtenberger® Methode beruht auf neuen Erkenntnissen über die Wechselbeziehung zwischen sensorischem Nervensystem und Stimmfunktion. Die daraus entwickelte Vorgehensweise hat sich in der Stimmtherapie als sehr effizient erwiesen, da alle Übungen direkt mit Tönen oder Sprechen verbunden werden können. Sowohl bei funktionalen als auch bei organischen Stimmstörungen sind überraschende Erfolge möglich.
 
In diesem Seminar können Sie Ihre Wahrnehmung für bestimmte Eigenschaften des Stimmklangs in Beziehung zur Stimmfunktion weiter entwickeln. Sie lernen neue Übungen zur Stimulation der Unterdruckventilfunktion des Kehlkopfes und der Resonanz in verschiedenen Körperbereichen kennen.
Der große Einfluss der Diaphragmenkette und der Zunge auf die Stimmfunktion wird erläutert und durch vielfältige Übungen erlebbar. Schwerpunkte des Seminars sind die Selbsterfahrung der Teilnehmerinnen mit den Übungen (einzeln und in der Gruppe) sowie die Möglichkeiten der Umsetzung in der Therapie.
 
 
Spezielle Inhalte des Aufbauseminars:
- Vertiefung der Themen des Basisseminars:
Funktionales Hören (Wahrnehmung bestimmter Eigenschaften des Stimmklangs in Beziehung zur Stimmfunktion), Stimulation der Unterdruckventilfunktion des Kehlkopfs, Entwicklung der Resonanzfähigkeit in verschiedenen Körperbereichen
- Einfluss der Diaphragmen („Diaphragmenkette"):
Als Diaphragmenkette werden verschiedene horizontal im Körper liegende Muskeln und Gewebeschichten bezeichnet. Das bekannteste Diaphragma ist das Zwerchfell, das zusammen mit dem Beckenboden die Funktion der Stimmlippen von unten unterstützen oder behindern kann. Von oben wirken u.a. Zungengrund, Mundboden und weicher Gaumen auf die Stimmlippenebene ein. Spezifische Stimulationen nach der Lichtenberger® Methode erhöhen die Flexibilität der Diaphragmenebenen sowie die Resonanzbereitschaft des Gewebes und verbessern auf diese Weise Stimmfunktion und Klangqualität.
- Einfluss der Zunge:
Tonus und Verhalten der Zunge haben eine starke Wirkung auf die Stimmqualität. Es werden differenzierte Stimulationen gezeigt, mit deren Hilfe Fehlspannungen und ungünstiger Druck gemindert und der Stimmklang deutlich verbessert werden können. Daraus resultiert gleichzeitig eine größere Leichtigkeit der Artikulation.
- Einsatzmöglichkeiten der Übungen in der logopädischen Therapie
 
Teilnahmevoraussetzung: Grundkenntnisse der Lichtenberger® Methode
Bitte bringen Sie nach Möglichkeit eine Matte mit!
Weiterführende Informationen
Seminaranmeldungen sind telefonisch nicht möglich!
295,00 €

Freie Plätze !

    2143-BA
    Berlin
    29.10.2021 - 30.10.2021
    FR 10:00 - 17:30
    SA 09:00 - 16:30
    16
    5
    11
Nach Studium und Ausbildungen zur Lehrerin und zur Logopädin war Margit Schneider u.a. 20...
Kurzbiographie: Margit Schneider, Lehrlogopädin; Gymnasiallehrerin
Nach Studium und Ausbildungen zur Lehrerin und zur Logopädin war Margit Schneider u.a. 20 Jahre als Lehrlogopädin (dbl) in Berlin tätig (Schwerpunkte v.a. Stimmtherapie, Stimmbildung und Sprecherziehung).
Berufsbegleitend absolvierte sie eine 3-jährige Ausbildung zur zertifizierten Pädagogin nach der Lichtenberger® Methode (Abschluss 2004).
Sie hat einen Ansatz zur Anwendung dieser Methode in der Stimmtherapie entwickelt, den sie seit 2006 in Fortbildungen vermittelt (Basis- und Aufbaukurse, Themenseminare). Außerdem bietet sie Einzelunterricht und Therapie für die Gesangs- und Sprechstimme sowie Stimmbildung im Chor an.
Feuerstein, U. (2000). Stimmig sein. Die Selbstregulation der Stimme in Gesang und...
Quellenangaben:
Feuerstein, U. (2000). Stimmig sein. Die Selbstregulation der Stimme in Gesang und Stimmtherapie. Paderborn: Junfermann
Rohmert, G., Landzettel, M. (2015-2017). Lichtenberger Dokumentationen  Erkenntnisse aus Theorie und Praxis der Physiologie des Singens, Sprechens und Instrumentalspiels  Band I-III. Lichtenberg: Lichtenberger Verlag
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