Teletherapie in Coronazeiten – UND WAS MACHE ICH MIT MEINEN DYSPHAGIEPATIENTEN?

Dina Roos, Logopädin

Seit dem 17. April dürfen wir die logopädische Therapie offiziell via Teletherapie durchführen. Eine Ausnahme: Indikationsschlüssel SC1/SC2! Ich dachte, mich trifft der Schlag!  
 
Wir müssen davon ausgehen, dass dieser bislang verallgemeinernde Ausschluss auf einem leider vielfach kursierenden Missverständnis basiert: Vielfach wird Dysphagie-Therapie gleichgesetzt mit vorrangig Schluckversuchen oder Training von Schlucktechniken mit zu schluckenden Konsistenzen.  
Dies darf selbstverständlich NICHT über Teletherapie durchgeführt werden. Und selbstverständlich gibt es unter den Dysphagiepatienten Menschen mit so starken Einschränkungen, dass Teletherapie nicht möglich ist.  
 
Aber aus meiner Sicht als erfahrene Dysphagietherapeutin besteht bei kooperationsfähigen Patienten der Großteil der Therapieinhalte, die durchgeführt werden müssen, um die Schluckfunktion zu verbessern, in gezielter Kräftigung betroffener Muskelsynergien.
Dies ist über Teletherapie hervorragend umsetzbar, ohne dass hierbei auch nur ansatzweise ein Aspirationsrisiko gesteigert würde. Und diese Inhalte dürfen diesen Menschen auf gar keinen Fall vorenthalten werden.
 
Gerade in der aktuellen Zeit bedeutet die Verbesserung der Schluckfunktion durch gezielte therapeutische Intervention eine essentielle Pneumonie-Prophylaxe. Die Behandlung ist, soweit sie ohne direkten Kontakt zwischen Patient(in) und Therapeut(in) stattfinden kann, und soweit sie das Aspirationsrisiko nicht durch falsch gewählte Therapieinhalte erhöht, sogar dringendst indiziert.
 
Welche dysphagietherapeutischen Inhalte kann ich via Teletherapie durchführen?  
Wie mache ich das, ohne gegen Vorschriften und Regeln zu verstoßen?  
Und wie bekomme ich meine Arbeit vergütet?
 
Unser aller Ziel ist die bestmögliche Versorgung unserer Patienten. Wie wir dies auch in Corona-Zeiten realisieren können, wird in diesem Webinar besprochen.
 
Technische Voraussetzungen:
Nach erfolgreicher Anmeldung erhalten Sie von uns eine E-Mail mit der Rechnung und einem Einladungslink zur Teilnahme bei Zoom.
Technisch sollten Sie mit einem PC, Laptop oder Tablet ausgerüstet sein. Ein Smartphone ist möglich, jedoch geben wir zu bedenken, dass dabei der Bildschirm sehr klein ist. Zusätzlich benötigen eine integrierte Kamera/Webcam und eine stabile Internetverbindung.
Bitte legen Sie sich für das Seminar ein Glas mit Eiswürfeln, zwei Löffel mit Metallstiel, Holzmundspatel und wenn möglich eine elektrische Zahnbürste bereit.
Weiterführende Informationen
Wichtiger Hinweis: Die Vergabe von Fortbildungspunkten erfolgt bei Online-Seminaren ohne Gewähr. Bitte beachten Sie: Anmeldungen können nur während unserer Bürozeiten MO-FR 08:00-16:00, FR 08:00-13:00 Uhr bearbeitet werden.
69,00 €

Dieses Seminar ist leider ausgebucht. Lassen Sie sich unverbindlich durch Ihre Anmeldung auf die Warteliste setzen.

    2022-ON-D-ROOS-DBL
    Online-Seminar
    27.05.2020
    MI 17:00 - 19:45
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Dina Roos 1997-2000 Ausbildung zur Logopädin; Saarbrücken. Anstellung in freier...
Kurzbiographie: Dina Roos, Logopädin
Dina Roos 1997-2000 Ausbildung zur Logopädin; Saarbrücken. Anstellung in freier Praxis, später neurologische Reha in Waldbronn. Spezialisierung auf Dysphagien. 2002-2006 Mutterschutz in Chicago. In dieser Zeit Fortbildungen u.a. bei Dr. Jeri A. Logemann. 2006-2009 Freiberuflichkeit in München. Seit 2009 selbständig in eigener Praxis. Schwerpunkt der Praxis ist die Behandlung neurologischer und onkologischer Dysphagien im Hausbesuch mit und ohne Trachealkanüle, sowie die Behandlung nach LSVT®LOUD. Seit 2015 Übersetzung dt-engl. für LSVT Global. Seit 2017 Dysphagiefortbildungen für verschiedene Anbieter.
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