Dysphagie-Management bei Parkinson: Eine multiprofessionelle Aufgabe

Dr. phil. Janine Simons, Dipl.-Sprachheilpädagogin

Dieses Seminar wurde aufgrund der aktuellen Gesundheitslage durch den Coronavirus verschoben. Ein Ausweichtermin steht noch nicht fest. Gern können Sie sich unverbindlich anmelden, dann informieren wir Sie, sobald ein Ersatztermin festgelegt wurde.
 
 
Schluckstörungen beim idiopathischen Parkinson-Syndrom wie auch bei atypischen Syndromen treten nicht nur sehr häufig im Krankheitsverlauf auf, sondern sind auch klinisch komplex, was durch ihre motorischen wie nicht-motorischen Symptomanteile begründet ist. Sie beeinträchtigen gravierend die Lebenserwartung der Patienten aufgrund von Komplikationen wie Malnutrition, Dehydration oder Pneumonie, ausgelöst durch eine reduzierte Nahrungsaufnahme oder Aspiration. Darüber hinaus sind Dysphagien ein relevanter Faktor in Bezug auf die Lebensqualität. Leider bleiben sie im klinischen Alltag jedoch häufig unbemerkt und werden dadurch erst spät diagnostiziert und behandelt. Somit wächst der Bedarf an Erkenntnissen über ihre Entstehung und Risikofaktoren bei Parkinson zunehmend, genauso wie der Bedarf an früh einsetzbaren Screening-Instrumenten und effektiven Therapiemethoden.
 
 
In diesem Seminar liegt der Fokus auf der parkinson-spezifischen Dysphagie-Risikoeinschätzung, der adäquaten klinischen sowie apparativen Schluckdiagnostik und effektiven Therapieoptionen von oropharyngealen Dysphagien unter Berücksichtigung der Prinzipien einer evidenz-basierten sowie individualisierten Medizin (EbM, Präzisionsmedizin).
 
Das Seminar wird sich mit validen Diagnostikverfahren und Therapieansätzen beschäftigen, die spezifisch für die Behandlung der Parkinsonerkrankung bzw. von Parkinson-Syndromen entwickelt wurden und dabei auch neue Technologien mit experimentellem Charakter diskutieren.
 
Anhand ausgewählter Fallbeispiele aus der Praxis werden wir aufbauend versuchen, personalisierte Behandlungspläne für die jeweilige Schluckproblematik zu erstellen, welche zudem sowohl die jeweils notwendigen Fachdisziplinen innerhalb der Patientenversorgung als auch die Bedürfnisse der Patienten selbst berücksichtigen. Hierbei werden besonders die Komplexität der Erkrankung und ihrer Symptomcharakteristika sowie die Diversität ihrer Behandlungsanforderungen ersichtlich werden, welche das multidisziplinäre Management der Dysphagie ausmachen.
Das Seminar richtet sich besonders an Sprach-/ Schlucktherapeutinnen (unterschiedlichster beruflicher/akademischer Grundausbildung) und ist ebenfalls offen für Ärzte, Pflegekräfte sowie Experten weiterer Therapie- und Gesundheitsfachberufe.
Bitte bringen Sie, wenn vorhanden eine kleine Taschenlampe zum Seminar mit.
Das Level der Fortbildung sowie das Verhältnis zwischen Theorie- und Praxisanteilen werden abhängig von Ihrem persönlichen Wissensstand und Erfahrungsschatz gestaltet.
Weiterführende Informationen
Dieses Seminar wurde aufgrund der aktuellen Gesundheitslage durch den Coronavirus verschoben. Ein Ausweichtermin steht noch nicht fest. Gern können Sie sich unverbindlich anmelden, dann informieren wir Sie, sobald ein Ersatztermin festgelegt wurde.
290,00 €

Freie Plätze !

    2012-HA
    Hamburg
    20.03.2020 - 21.03.2020
    FR 11:00 - 18:30
    SA 10:00 - 13:30
    12
    6
    6
Frau Dr. phil. Janine Simons arbeitete nach Ihrem Diplomstudium der Sprachheilpädagogik...
Kurzbiographie: Dr. phil. Janine Simons, Dipl.-Sprachheilpädagogin
Frau Dr. phil. Janine Simons arbeitete nach Ihrem Diplomstudium der Sprachheilpädagogik (Universität zu Köln) in der neurologischen/ neurochirurgischen (Früh-)Rehabilitation und einer Parkinson-Fachklinik (Köln/ München). Sie spezialisierte sich auf den Gebieten Risikofaktoren, Früherkennung, klinisch-apparative Diagnostik, Therapie und Lebensqualität von neurogenen Dysphagien, besonders bei neurodegenerativen Erkrankungen (Bewegungsstörungen und Demenzen), promovierte parallel dazu an der LMU im Bereich der Parkinson-Dysphagie und entwickelte das Screeningverfahren MDT-PD© (Münchener Dysphagie Test - Parkinson's Disease).
Als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Studiengangskoordinatorin an der Universität zu Lübeck (Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie / Klinik für Neurologie) konzipierte sie u.a. die Curricula für 2 neue akademische Gesundheitsstudiengänge der Logopädie und Ergotherapie, unterrichtete an der Medizinischen Fakultät sowie in MINT-Fächern und implementierte als zertifizierte FEES-Ausbilderin (DGN, DSG, DGG, ESSD, ESS, DGNR) die endoskopische Schluckdiagnostik auf der Stroke-Unit der Klinik für Neurologie.
Nach ihrem Forschungsaufenthalt an der Université du Luxembourg als Gastwissenschaftlerin am LCSB hat sie nun das Management des Exzellenzclusters für Entzündungsforschung (PMI) an der CAU zu Kiel übernommen.
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