Motorisches Lernen in der Dysphagietherapie

Dr. Ulrike Frank, Dipl.-Patholinguistin

Motorisches Lernen ist die Grundlage von fast allen therapeutischen Interventionen im Rahmen einer Dysphagiebehandlung. Grund genug, sich mit den dahinterstehenden Prinzipien vertraut zu machen und diese gezielt bei der Therapieplanung und -durchführung zu nutzen, um die Therapieeffekte zu verbessern und die Wirkmechanismen zu verstehen.
• Wie und in welchen Phasen lernen wir neue Bewegungsabläufe?
• Welche Übungsformen können uns dabei unterstützen - und welche verhindern effektives Lernen?
• Wie kann man als Therapeut das eigene Feedback so gestalten, dass zunehmende motorische Aktivität und Autonomie der Patienten unterstützt wird?
In diesem Seminar erwerben Sie Hintergrundwissen zu den verschiedenen Phasen und Wirkprinzipien des motorischen Lernens. Dies bildet die Basis für Überlegungen zur sinnvollen Berücksichtigung von Therapieintensität und -spezifität in der aktuellen motorischen Lernphase. Anhand von Fallbeispielen werden Übungen für die Zielformulierung und Therapieplanung durchgeführt, dabei werden verschiedene Feedbackformen eingebunden. Hier wird beispielhaft auch der Einsatz von Biofeedbackmethoden in der Dysphagietherapie erläutert und praktisch veranschaulicht.
 
Fortbildungsziele:
Die Teilnehmer erwerben grundlegendes Wissen zu Prinzipien des motorischen Lernens und wie diese praxisnah in das eigene therapeutische Handeln in der Dysphagiebehandlung umgesetzt werden können.
Weiterführende Informationen
Seminaranmeldungen sind telefonisch nicht möglich!
180,00 €

Freie Plätze !

    2046-LA
    Leipzig
    15.11.2020
    SO 09:00 - 16:30
    8
    4
    4
Diplom - Patholinguistin seit 1997. Nach dem Examen 7-jährige Tätigkeit als...
Kurzbiographie: Dr. Ulrike Frank, Dipl.-Patholinguistin
Diplom - Patholinguistin seit 1997. Nach dem Examen 7-jährige Tätigkeit als Sprachtherapeutin in der neurologischen Rehabilitation in Kliniken in Deutschland und der Schweiz, Schwerpunkt: Frührehabilitation, Dysphagie und Trachealkanülenmanagement.
Seit Februar 2004 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Potsdam und Honorarkraft im Zentrum für angewandte Patholinguistik Potsdam (ZAPP). Lehr- und Forschungstätigkeit zu Dysphagie und sprechmotorischen Störungen. Sprachtherapeutische ambulante Tätigkeit in den Bereichen TK-Management und pädiatrische Dysphagien.
Seit 1999 Leitung von Fortbildungen zur interdisziplinären Dysphagietherapie und Diagnostik und Therapie bei Sprechapraxie. Seit 2009 Aufbau und Leitung des interdisziplinären Swallowing Research Lab an der Universität Potsdam.
Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte umfassen die Themenbereiche: Atem-Schluck-Koordination bei Gesunden und bei Patienten mit Dysphagie und respiratorischen Erkrankungen, Effekte atemtherapeutischer Interventionen auf die Schluckfunktion bei Patienten mit Dysphagie, Einsatz von Biofeedbackverfahren in der Dysphagietherapie und die Entwicklung und Validierung von Diagnostik- und Therapieverfahren für Dysphagiepatienten mit und ohne Trachealkanülen.
Bauer, S. & Peter, S. (2009). Die Effektivität von sEMG Biofeedback beim Erlernen des...
Quellenangaben:
Bauer, S. & Peter, S. (2009). Die Effektivität von sEMG Biofeedback beim Erlernen des Mendelsohn-Manövers durch nicht-dysphagische Probanden  eine Reliabilitätsstudie. In S. Stanschus (Hrsg.), Studien in der Klinischen Dysphagiologie (1561). Idstein: Schulz-Kirchner.
Frank, U. (2017). Sehen hilft Lernen: sEMG Biofeedback in der Dysphagietherapie. In A. Adelt, C. Otto, Ö. Yetim, & T. Fritzsche (Eds.), Spektrum Patholinguistik 10 (pp. 71-87).
Huckabee, M.-L., & Macrae, P. (2014). Rethinking Rehab: skill-based training for swallowing impairment. sig 13 Perspectives on Swallowing and Swallowing Disorders (Dysphagia), 46-53.
Kitago, T. & Krakauer, J. W. (2013). Motor learning principles for neurorehabilitation. In M. P. Barnes & D. C. Good (Hrsg.), Handbook of Clinical Neurology, Vol. 110 (3rd series)  (93103). Amsterdam: Elsevier.
Kleim, J. A. & Jones, T. A. (2008). Principles of experience-dependent neural plasticity: Implications for rehabilitation after brain damage. Journal of Speech, Language, and Hearing Research, 51,  225239.
Eigenprodukt
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