Dysphagiemanagement für Sprachtherapeutinnen auf Intensivstationen

Aufgaben, Rolle und Standards inklusive spezifischer Updates in Folge der COVID-19-Pandemie

Sönke Stanschus, Klinischer Linguist (BKL)

Die Behandlung von Schluckstörungen auf Stroke Units (SU) und auf Stationen der Neurologisch-Neurochirurgischen Frührehabilitation (NNCHFR) ist mittlerweile ein etablierter Einsatzbereich für Sprachtherapeutinnen. Die Ausweitung interdisziplinärer dysphagiologischer Aktivitäten auf andere Bereiche der primären und sekundären intensivmedizinischen Versorgung stellt eine natürliche Weiterentwicklung der Klinischen Dysphagiologie dar. In Deutschland sind hierfür standardisierte Verfahrensweisen kaum etabliert und hängen von insulären Sonderbedingungen vor Ort ab. Ein Blick in andere Länder zeigt, dass die Fähigkeiten und die Rolle der Sprachtherapeutin auf einer Intensive Care Unit (ICU) wie auf einer SU regelbar und standardisierbar sind. Das Seminar beschäftigt sich mit der Rolle der Sprachtherapeutin im Rahmen des multidisziplinären ICU-Teams (MDICUT) auf der Grundlage des Positionspapieres des Royal College of Speech and Language Therapists (RCSLT) zu folgenden dysphagiologischen Themenblöcken:
 
- Differenzialdiagnostik, Symptomatik und Ätiologie von Schluckstörungen auf ICU
- Indikation und Durchführung bildgebender Schluckdiagnostik (FEES) auf ICU
- Ziele, rehabilitative Methoden, Programme, Equipment und Beratung zur Rehabilitation und Funktionserhaltung des Schluckens im multidisziplinären ICU-Team (MDICUT)
- Beratung und Schulung des MDICUT zu Trachealkanülenmanagement (TKM)
- TKM bei beatmeten und spontan atmenden Patienten
- Ausführung von Audits und Evaluation klinischer Outcomes als Teil der klinischen Routinequalitätssicherung
 
Das Skript zum Seminar ist zum Großteil englischsprachig, da es sich um Originaltexte handelt. Diese sollten vor dem Seminar erarbeitet werden. Die Inhalte werden im Seminar jedoch auf Deutsch besprochen. Das Skript erhalten Sie vor dem Seminar in digitaler Form.
Empfohlen wird die Kenntnis der Leitlinie Neurogene Dysphagie (2020) der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) und der S2 Leitlinie Prolongiertes Weaning in der Neurologisch-Neurochirurgischen Frührehabilitation (2016) der DGNR.
Weiterführende Informationen
Seminaranmeldungen sind telefonisch nicht möglich!
320,00 €

Freie Plätze !

    2324-KC
    Köln
    SA, 17.06.2023 | 09:30 - 17:00
    SO, 18.06.2023 | 08:30 - 16:00
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Sönke Stanschus, M.A., Klinischer Linguist (BKL), ist seit Oktober 2021 Leiter des Zentrums...
Kurzbiographie: Sönke Stanschus, Klinischer Linguist (BKL)
Sönke Stanschus, M.A., Klinischer Linguist (BKL), ist seit Oktober 2021 Leiter des Zentrums Logopädie am Neurologischen Zentrum (seit Februar 2022 als erste bayerische Einheit durch die DGNR zertifiziert als Neurologisches Weaningzentrum) des Bezirksklinikums Mainkofen in Niederbayern. Zuvor war er Leiter des Dysphagie-Kompetenzteams an der St. Mauritius Therapieklinik Meerbusch der VKKD Düsseldorf. Er ist zudem als Dysphagia Management Consultant tätig und berät klinische Einrichtungen und Industrie. Sönke Stanschus war von 2013-2017 Board-Member von IDDSI (International Dysphagia Diet Standardisation Initiative), ist Co-Autor des IDDSI-Frameworks (www.IDDSI.org <http://www.IDDSI.org>), leitete das weltweit erste IDDSI-Implementierungsprojekt am Hospital zum Heiligen Geist, Kempen, und ist unabhängiger IDDSI-Experte.
Stanschus, S. (2020): Schluckdiagnostik und Covid-19: Plädoyer für ein Umdenken. Forum...
Quellenangaben:
Stanschus, S. (2020): Schluckdiagnostik und Covid-19: Plädoyer für ein Umdenken. Forum Logopädie, 14, 5, 22-28      
 

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