Der logopädische Forschungsprozess am Beispiel einer Studie zu Sprachentwicklungsstörungen

Katrin Thelen, Dipl.-Logopädin, Lehrlogopädin

Auf dem Weg zur Akademisierung der Logopädie in Deutschland sind dringend weitere Forschungsergebnisse aus der logopädischen Grundlagenforschung und Wirksamkeitsforschung von Interventionen erforderlich (Fox-Boyer & Siegmüller, 2014). Auch wenn international bereits viel geforscht und veröffentlicht wird, so lassen sich zumeist die Ergebnisse dieser internationalen Forschung nicht so einfach für uns übertragen. Exemplarisch sind dafür bspw. die Grammatikerwerbsstörungen im Kindesalter, da unterschiedliche Sprachen, Gesundheits- und Versorgungssysteme vorliegen (Fox-Boyer & Siegmüller, 2014; Siegmüller & Beier, 2015). Der Ruf nach logopädischer Grundlagenforschung ist also zu Recht groß, aber wie lässt sich die so gewünschte logopädische Grundlagenforschung für Logopädinnen realisieren und konkret umsetzen?
 
Am Beispiel einer logopädischen, querschnittlich und quantitativ angelegten Promotionsstudie aus dem Graduiertenkolleg Empirische und Angewandte Sprachwissenschaft an der WWU Münster soll ein beispielhafter Prozess einer wissenschaftlichen Grundlagenstudie vorgestellt werden. Inhaltlich geht es um die Rezeption und Produktion von Kasusmarkierungen bei Kindern mit und ohne Sprachentwicklungsstörungen.
 
Besonderer Fokus wird auf die in der Studie aufgetretenen Stolpersteine und die gewählten Lösungsstrategien gelegt. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Diskussion der Ergebnisse unter Berücksichtigung des Erkenntnisgewinns für die Forschung, Lehre und Praxis in der Kindersprache.
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Katrin Thelen ist seit 2003 Logopädin (staatliche Logopädieschule Marburg) und seit...
Kurzbiographie: Katrin Thelen, Dipl.-Logopädin, Lehrlogopädin
Katrin Thelen ist seit 2003 Logopädin (staatliche Logopädieschule Marburg) und seit 2008 Dipl. Lehrlogopädin (RWTH Aachen).  
Von 2008 bis 2009 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Cochlea-Implantat-Ambulanz der HNO-Klinik des UK Aachen. Zwischen 2009-2015 arbeitete sie als Lehrlogopädin und Dozentin - zum Teil bei paralleler praktischer Tätigkeit - mit den Schwerpunkten Kindersprache, MFT und Hörstörungen. Seit 2015 begleitet sie die theoretische und praktische Ausbildung im Bereich Kindersprache im Studiengang Therapie- und Gesundheitsmanagement - Logopädie in Münster.
In ihrer berufsbegleitenden Dissertation forschte sie zur Rezeption und Produktion von Kasusmarkierungen bei Kindern mit und ohne Sprachentwicklungsstörung.
Thelen, K. (2019). Satzverstehen bei Kindern mit spezifischer Sprachentwicklungsstörung...
Quellenangaben:
Thelen, K. (2019). Satzverstehen bei Kindern mit spezifischer Sprachentwicklungsstörung (SSES) und bei Kindern mit unauffälligem Spracherwerb. Forschung Sprache (2), 80-97.
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