Translanguaging in der Therapie mit mehrsprachigen Kindern
Mehrsprachige Kinder zeigen individuelle sprachliche Profile. Ein Eindruck eines reduzierten Wortschatzes entsteht häufig dadurch, dass Wörter in den verschiedenen Sprachen des Kindes verteilt und nicht jederzeit in der gleichen Sprache abrufbar sind. In der Mehrsprachigkeit liegt jedoch ein bedeutendes Potenzial, das auch bei Kindern mit Sprachentwicklungsstörung (SES) gezielt genutzt werden kann.
In diesem Webinar erfahren Sie, wie mehrsprachige Ressourcen theorie- und evidenzbasiert in der semantisch-lexikalischen Therapie aktiviert werden können. Im Mittelpunkt steht der Translanguaging-Ansatz: Wie können Kinder ihr gesamtes sprachliches Repertoire nutzen, um sich semantische und lexikalische Merkmale zu erschließen und den Wortabruf zu erleichtern? Welche Rolle spielt dabei das gezielte Aktivieren semantisch-lexikalischer Netzwerke unter Einbezug aller Sprachen, die das Kind spricht?
Mit praxisnahen Beispielen und fachlichem Input bietet das Webinar konkrete Anregungen für eine ressourcenorientierte, mehrsprachigkeitssensible und alltagsnahe Wortschatztherapie.
Darüber hinaus laden wir Sie im Anschluss an das Webinar ein, auf unserer Digitalen Sofaecke Platz zu nehmen - analog zur Situation vor Ort, wo man nach einem Seminar oder in der Kaffeepause gerne noch locker beisammensteht und das Seminar Revue passieren lässt. Haben Sie Zeit und Lust? Dann bleiben Sie nach Beendigung des Webinars einfach im Zoom-Raum, werden mit Bild und Ton zugeschaltet und machen es sich so neben Ihren KollegInnen noch eine Weile auf dem virtuellen Sofa bequem.
39,00 €
freie Plätze vorhanden
| Seminar-Nr.: | 2620-ONW-TMB |
|---|---|
| Seminarort: | Online |
| Datum: | Di. 12.05.2026 | 18:00 - 20:15 |
| Punkte: | 3 |
| Theorie: | 3 |
Über Carolin Carles
Carolin Carles, Logopädin (B.Sc.), Klinische Linguistin (M.Sc.) und freiberufliche Dozentin.
Nach ihrem Logopädiestudium an der Hochschule Fresenius und ihrem Masterstudium in Klinischer Linguistik an der Universität Bielefeld sammelte sie praktische Erfahrungen in einer logopädischen Praxis und verschiedenen Bildungseinrichtungen, bevor sie 2012 in Wissenschaft und Lehre tätig wurde. Sie hat sich auf den Bereich der Kindersprache spezialisiert und bietet Fortbildungen in diesem Bereich an. Seit 2022 arbeitet sie als klinische Linguistin in der interdisziplinären Frühförderung. Ihre Forschungs- und Therapieschwerpunkte liegen auf der Therapie von Kindern mit Sprachentwicklungsstörungen, assoziiert mit zusätzlichen Entwicklungseinschränkungen (Syndrom oder kombinierte umschriebene Entwicklungsstörung). Weitere Themenfelder sind: Mehrsprachigkeit, Pragmatik sowie Sprachentwicklung und ihre Störungen.