"Wenn ich einen Text lese, dann verstehe ich, was der sagen will“ –Interviews zu Lesestrategien in der Aphasietherapie
„When I’m reading a text, I understand its meaning” – Interviews on reading strategies in aphasia therapy
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| Produktnummer: | 2504244 |
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| EAN/ISBN: | 10.7345/prolog-2504244 |
| Format: | Bücher/Fachartikel/Fachliteratur |
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Produktinformationen ""Wenn ich einen Text lese, dann verstehe ich, was der sagen will“ –Interviews zu Lesestrategien in der Aphasietherapie"
Zusammenfassung: Viele Menschen mit einer Aphasie berichten von Schwierigkeiten, längere Texte zu lesen und zu verstehen (Webster et al., 2021). Einzelfallstudien deuten auf vielversprechende Therapiemöglichkeiten durch Lesestrategien hin (Purdy et al., 2018). In einer kontrollierten Gruppenstudie mit Messwiederholung (Kontrollbedingung: therapiefreie Wartephase) wurde die „Strategiebasierte Textverständnis-Therapie bei Aphasie“ (StraTexT) in einem Mixed-Methods-Design evaluiert. In der bereits veröffentlichten quantitativen Auswertung zeigten sich signifikante Verbesserungen in leistungsbasierten Messungen des Textverständnisses sowie in der Selbsteinschätzung von Lesefähigkeiten, Einstellungen zum Lesen und Leseaktivitäten (Thumbeck et al., 2024).
Ziele der vorliegenden Studie waren, i) subjektiv empfundene Auswirkungen von Lesestrategien in den ICF-Domänen Funktionen, Aktivitäten und Partizipation zu analysieren und ii) herauszufinden, inwiefern die im Therapiesetting erarbeiteten Strategien im Alltag angewendet werden. Dafür wurden Interviewdaten von 22 TeilnehmerInnen mithilfe einer qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet.
15 Personen (68%) berichteten von Verbesserungen im Textverständnis. So beschrieben sie in der ICF-Domäne Funktionen Verbesserungen im Lesen auf Wort-, Satz- und Textebene sowie modalitätsübergreifende Fortschritte in sprachproduktiven, auditiv-rezeptiven und kognitiven Funktionen. In den Domänen Aktivitäten und Partizipation wurden Auswirkungen auf zahlreiche Lesetätigkeiten und andere sprachliche und nicht-sprachliche Aktivitäten sowie Verbesserungen in teilhaberelevanten Bereichen wie soziales Leben, Arbeit und Beschäftigung, Familienbeziehungen, wirtschaftliche Eigenständigkeit und Einkaufen aufgeführt. Die TeilnehmerInnen beschrieben Fortschritte im Textverständnis sowohl mit als auch ohne Nutzung von Lesestrategien im Alltag. Insgesamt weisen die Ergebnisse auf therapieinduzierte Veränderungen hin, die mit den quantitativen Analysen nicht erfasst werden konnten.
Abstract: People with aphasia frequently report difficulties in reading and understanding longer written texts (Webster et al., 2021). Multiple case studies suggest that reading strategies may have promising treatment effects (Purdy et al., 2018). We evaluated the strategy-based intervention „Strategiebasierte Textverständnis-Therapie bei Aphasie“ (StraTexT) using a mixed-methods-design, in a repeated measures intervention study controlled for by a waiting period without treatment. Previously reported quantitative analyses showed significant improvements in an objective measure of text comprehension, and in subjective measures of reading ability, reading activities, and thoughts as well as feelings about reading (Thumbeck et al., 2024).
Objectives of the current study were i) to analyse self-reported impacts of reading strategies on the ICF domains functions, activities, and participation, and ii) to investigate the transfer of these strategies from therapeutic settings into everyday life. To address these objectives, we analysed interview data of 22 participants using qualitative content analysis.
15 participants (68 %) reported improvements in text level reading comprehension. Within the ICF domain functions, reading improved on word, sentence, and text level, and participants reported cross-modal treatment effects on written and spoken language production, auditory comprehension, and cognitive functions. The impacts described within the domains activities and participation encompassed various reading activities and other linguistic and non-linguistic activities, as well as major domains of participation such as social life, work and employment, family relationships, economic self-sufficiency, and shopping. Improvements in text comprehension were reported both with and without using reading strategies in everyday life. Overall, the results indicate treatment effects that could not be captured in the quantitative analyses.
Dieser Artikel wurde in der Fachzeitschrift Logos veröffentlicht. Ausgabe 4/2025 DOI-Nr. 10.7345/prolog-2504244 Der gewählte Artikel wird Ihnen nach Ihrer Bestellung in unserem Shop, nach Prüfung der Bestellung, als PDF-Datei zusammen mit der Online-Rechnung per E-Mail zugestellt. Mit dem elektronischen Absenden ist Ihre Bestellung verbindlich, ein Umtausch oder eine Rückgabe nicht mehr möglich. Zur Anzeige werden entsprechende Programme - wie z. B. der Acrobat Reader benötigt. Fachartikel sind urheberrechtlich geschütztes Material. Copyright: ProLog, Therapie- und Lernmittel GmbH, Köln. Vervielfältigungen jeglicher Art nur nach schriftlicher Genehmigung des Verlags gegen Entgelt möglich.