Die intentionsgestützte Therapie des Polterns (ITP)
Neue Perspektiven zur Theorie und Therapie einer komplexen Störung
Poltern ist mehr als nur zu schnelles Sprechen - und auch die traditionelle Zuschreibung zu den Redeflussstörungen wird dem Syndrom „Poltern" nicht gerecht. Auffälligkeiten auf allen Ebenen der Sprachproduktion und -perzeption sind häufig auch mit sprachübergreifenden Auffälligkeiten assoziiert.
Im theoretischen Teil wird zunächst das komplexe Erscheinungsbild des Polterns auch in Form von Videobeispielen veranschaulicht. Auf der Grundlage des Sprachverarbeitungsmodells nach Levelt wird eine praxisnahe Struktur zum Verständnis der sprachlichen Beeinträchtigungen vorgestellt. Darüber hinaus wird Poltern auch im Kontext von exekutiven Funktionen und Neurodivergenz diskutiert.
Die Vorstellung von Diagnostikmaterialien und Therapiebausteinen bildet den praktischen Schwerpunkt des Seminars. Hier eröffnet insbesondere die intentionsgestützte Vorgehensweise neue Handlungsperspektiven und Motivation für die Arbeit mit polternden KlientInnen. Sie differenziert zwischen der metakommunikativen Ebene und der Übungsebene in der Therapie, fokussiert die Aufmerksamkeits- und Handlungsregulierung und die therapeutische Beziehungsarbeit.
Zielgruppe: Auch Lehr- und pädagogische Fachkräfte sowie LerntherapeutInnen sind willkommen.
Bitte beachten Sie: Anmeldungen können nur während unserer Bürozeiten MO-DO 08:00-16:00, FR 08:00-13:00 Uhr bearbeitet werden.
Schneider, M. (2024). Die intentionsgestützte Poltertherapie. Sprachförderung und Sprachtherapie in Schule und Praxis, 13(2), 75-81
Schneider, M. (2026, in Planung). Die intentionsgestützte Poltertherapie. München und Basel: Ernst Reinhardt Verlag
330,00 €
freie Plätze vorhanden
| Seminar-Nr.: | 2746-OND-X3-DBL |
|---|---|
| Seminarort: | Online |
| Datum: | Mo. 15.11.2027 | 17:00 - 19:30 Mo. 29.11.2027 | 17:00 - 19:30 Mo. 13.12.2027 | 16:00 - 19:30 |
| Punkte: | 14 |
| Theorie: | 7 |
| Praxis: | 7 |
Über Michael Schneider
Nach mehrjähriger Tätigkeit in einer phoniatrischen Praxis seit 1997 Lehrlogopäde für den Fachbereich der Redeflussstörungen. Ausbildungen in hypnotherapeutischer Gesprächsführung (M.E.G. Rottweil & Heidelberg) und in systemischer Supervision und Beratung (IBS Aachen). Studium der Bildungswissenschaften (B.A.) und Bildung und Medien: eEducation (M.A.) an der FernUni Hagen