Stottern, Schule und Inklusion
Themenmonat
Kinder und Jugendliche stehen aktuell unter hoher psychischer Belastung. Für Kinder und Jugendliche mit Stottern kann diese Belastung besonders relevant sein: Stottern ist im Schulalltag häufig hörbar, sichtbar und sozial bedeutsam. Angst vor negativen Bewertungen, Scham, Vermeidung, Rückzug sowie Hänsel- und Mobbingerfahrungen können die Teilhabe zusätzlich erschweren.
Das Webinar richtet den Blick besonders auf die Rolle von SprachtherapeutInnen in der Begleitung stotternder Kinder und Jugendlicher. Es verbindet aktuelle Befunde zur psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen mit einem fachlichen Blick auf Stottern im schulischen Kontext. Dabei wird gezeigt, wie therapeutische Einschätzung, Beratung von Eltern und Schule sowie konkrete Empfehlungen für den Schulalltag dazu beitragen können, die Belastung zu reduzieren und die Teilhabe zu stärken.
Grundlage ist ein ICF-orientierter Blick auf Stottern, der sichtbare und unsichtbare Anteile, persönliche Faktoren, Umweltbedingungen sowie Aktivität und Teilhabe berücksichtigt. Im Mittelpunkt stehen konkrete Handlungsmöglichkeiten für die therapeutische Praxis und die Beratung im schulischen Kontext: sensible Kommunikation, Aufklärung, klasseninterne Maßnahmen, individuelle Lösungen und Nachteilsausgleich.
Darüber hinaus laden wir Sie im Anschluss an das Webinar ein, auf unserer Digitalen Sofaecke Platz zu nehmen - analog zur Situation vor Ort, wo man nach einem Seminar oder in der Kaffeepause gerne noch locker beisammensteht und das Seminar Revue passieren lässt. Haben Sie Zeit und Lust? Dann bleiben Sie nach Beendigung des Webinars einfach im Zoom-Raum, werden mit Bild und Ton zugeschaltet und machen es sich so neben Ihren KollegInnen noch eine Weile auf dem virtuellen Sofa bequem.
39,00 €
freie Plätze vorhanden
| Seminar-Nr.: | 2646-ONW-TMB |
|---|---|
| Seminarort: | Online |
| Datum: | Do. 12.11.2026 | 18:00 - 20:15 |
| Punkte: | 3 |
| Theorie: | 3 |
Über Georg Thum
Seit 30 Jahren ist Georg Thum ausschließlich in der Stottertherapie tätig. Er konzipierte die Intensivtherapie „Stärker als Stottern" und führt den methodenkombinierten Ansatz auch ambulant in eigener Praxis durch. Zudem ist er an der Ludwig-Maximilians-Universität München für den Fachbereich „Redeflussstörungen“ zuständig und leitet dort die Stotterberatungsstelle. Er ist Mitautor der S3-Leitlinie „Redeflussstörungen“ (2016) sowie Autor zahlreicher Veröffentlichungen.