Stottern bei jungen Kindern sicher einschätzen
Diagnostik, Elternberatung und Therapieentscheidung in der logopädischen Praxis
Themenmonat
Stottern bei jungen Kindern wirft in der logopädischen Praxis häufig Fragen auf: Handelt es sich noch um normale, entwicklungsbedingte Unflüssigkeiten oder bereits um beginnendes Stottern? Ist eine Therapie angezeigt oder kann zunächst abgewartet werden? In diesem Webinar erhalten LogopädInnen, die bislang wenig mit Stottern arbeiten, eine praxisnahe Orientierung für die Diagnostik und Beratung. Im Mittelpunkt stehen die sichere Abgrenzung von Stottern und normalen Unflüssigkeiten, die ICF-orientierte Erfassung aller Dimensionen des Stotterns, prognostisch relevante Faktoren und die Beratung von Eltern zum weiteren Vorgehen. Anhand konkreter Fallbeispiele, ausgewählter Früherkennungs- und Diagnostikinstrumente und von Vorschlägen für eine umfassende Diagnostik werden die Teilnehmenden befähigt, Stottern sicher(er) einzuschätzen und Eltern kompetent zu beraten. Sie lernen, „red flags" zu erkennen und wie sie ihre persönliche Erfahrung, die Bedürfnisse der PatientInnen und Erkenntnisse aus der Forschung in evidenzbasierte und alltagsnahe Therapieentscheidungen integrieren können.
Darüber hinaus laden wir Sie im Anschluss an das Webinar ein, auf unserer Digitalen Sofaecke Platz zu nehmen - analog zur Situation vor Ort, wo man nach einem Seminar oder in der Kaffeepause gerne noch locker beisammensteht und das Seminar Revue passieren lässt. Haben Sie Zeit und Lust? Dann bleiben Sie nach Beendigung des Webinars einfach im Zoom-Raum, werden mit Bild und Ton zugeschaltet und machen es sich so neben Ihren KollegInnen noch eine Weile auf dem virtuellen Sofa bequem.
39,00 €
freie Plätze vorhanden
| Seminar-Nr.: | 2647-ONW-TMA |
|---|---|
| Seminarort: | Online |
| Datum: | Mo. 16.11.2026 | 18:00 - 20:15 |
| Punkte: | 3 |
| Theorie: | 3 |
Über Anke Kohmäscher
Prof. Kohmäscher hat Logopädie in Nijmegen (NL) und Aachen studiert und ist derzeit Professorin für Therapiewissenschaften an der FH Münster. In ihrer praktischen Tätigkeit sowie in der Forschung hat sie sich auf Stottern spezialisiert und interessiert sich insbesondere für die Wirksamkeitsforschung. Von 2018-2022 leitete sie die bundesweite Versorgungsstudie PMS KIDS zu Stottertherapien im Kindesalter.