Typische Entwicklung oder Sprachentwicklungsstörung?
Ein entwicklungsorientierter Blick
Themenmonat
Um Sprachentwicklungsstörungen sicher einschätzen und therapieren zu können, ist ein entwicklungsorientierter Blick entscheidend (wie es auch die aktuelle Leitlinie zur Therapie von SES empfiehlt). Voraussetzung dafür ist, dass TherapeutInnen den Verlauf des Spracherwerbs sicher kennen und den Sprachstand von Kindern mit SES entwicklungsgemäß ableiten können.
In der Praxis stellen sich daher folgende Fragen: Welche Entwicklungsaufgaben sind im Spracherwerb relevant? Ab wann ist eine Entwicklungsverzögerung als Störung einzuordnen? Und welche Leitsymptome sollten wir im Blick behalten?
In diesem Webinar wird ein strukturierter Überblick über zentrale Entwicklungsaufgaben des Spracherwerbs gegeben. Dabei wird aufgezeigt, welche Warnsignale auf verschiedenen linguistischen Ebenen auf eine Sprachentwicklungsstörung hinweisen können. Anhand typischer Entwicklungsverläufe und Fallbeispiele wird erarbeitet, wie Symptome im therapeutischen Alltag sicher erkannt, eingeschätzt und in diagnostische Entscheidungen überführt werden können.
Darüber hinaus laden wir Sie im Anschluss an das Webinar ein, auf unserer Digitalen Sofaecke Platz zu nehmen - analog zur Situation vor Ort, wo man nach einem Seminar oder in der Kaffeepause gerne noch locker beisammensteht und das Seminar Revue passieren lässt. Haben Sie Zeit und Lust? Dann bleiben Sie nach Beendigung des Webinars einfach im Zoom-Raum, werden mit Bild und Ton zugeschaltet und machen es sich so neben Ihren KollegInnen noch eine Weile auf dem virtuellen Sofa bequem.
39,00 €
freie Plätze vorhanden
| Seminar-Nr.: | 2639-ONW-TMB |
|---|---|
| Seminarort: | Online |
| Datum: | Do. 24.09.2026 | 18:00 - 20:15 |
| Punkte: | 3 |
| Theorie: | 3 |
Über Carolin Carles
Carolin Carles, Logopädin (B.Sc.), Klinische Linguistin (M.Sc.) und freiberufliche Dozentin.
Nach ihrem Logopädiestudium an der Hochschule Fresenius und ihrem Masterstudium in Klinischer Linguistik an der Universität Bielefeld sammelte sie praktische Erfahrungen in einer logopädischen Praxis und verschiedenen Bildungseinrichtungen, bevor sie 2012 in Wissenschaft und Lehre tätig wurde. Sie hat sich auf den Bereich der Kindersprache spezialisiert und bietet Fortbildungen in diesem Bereich an. Seit 2022 arbeitet sie als klinische Linguistin in der interdisziplinären Frühförderung. Ihre Forschungs- und Therapieschwerpunkte liegen auf der Therapie von Kindern mit Sprachentwicklungsstörungen, assoziiert mit zusätzlichen Entwicklungseinschränkungen (Syndrom oder kombinierte umschriebene Entwicklungsstörung). Weitere Themenfelder sind: Mehrsprachigkeit, Pragmatik sowie Sprachentwicklung und ihre Störungen.