Kompetenzempfinden bei der Sprachentwicklungsdiagnostik mehrsprachiger Kinder

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    2202097
    10.7345/prolog-2202097
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    Wortschatz, Kommunikation, Wortschatz
Zusammenfassung: SprachtherapeutInnen haben in früheren Studien von ihrer Unsicherheit... mehr
Produktinformationen "Kompetenzempfinden bei der Sprachentwicklungsdiagnostik mehrsprachiger Kinder"

von Rieke Marxen, Carina Lüke und Joana Cholin

Zusammenfassung: SprachtherapeutInnen haben in früheren Studien von ihrer Unsicherheit berichtet, bei mehrsprachigen Kindern klar zwischen einer Sprachentwicklungsstörung und einem Sprachförderbedarf trennen zu können. Sie haben deshalb den Wunsch geäußert, in diesem Bereich zu einem vertieften Wissen zu gelangen.
Die folgende Studie untersucht, ob sich das diesbezügliche Lehrangebot an Hoch- und Berufsfachschulen in den letzten zehn Jahren in dieser Hinsicht erweitert und sich (gegebenenfalls daraus folgend) das Kompetenzempfinden der TherapeutInnen in den letzten zehn Jahren verändert hat. Im Rahmen einer Fragebogenstudie wurden Daten zu möglichen Einflussgrößen wie Berufserfahrung, Ausbildungsinhalte zum Thema Mehrsprachigkeit, Mehrsprachigkeit von Kindern und TherapeutInnen, Kenntnisse und Kompetenzempfinden bei der Sprachentwicklungsdiagnostik mehrsprachiger PatientInnen, sowie Erfahrung im Umgang mit entsprechendem Testmaterial erhoben. An der Studie nahmen 192 SprachtherapeutInnen teil. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass in den letzten Jahren mehr Veranstaltungen zum Thema Mehrsprachigkeit angeboten und besucht wurden. Die TherapeutInnen äußern aber weiterhin, im Einklang mit weiteren Befragungsstudien, eine fortbestehende Unzufriedenheit mit den zur Verfügung stehenden Testmaterialien für die Diagnostik bei mehrsprachigen Kindern. Darüber hinaus zeigte sich, dass sich ProbandInnen mit mehr Berufserfahrung kompetenter in der Diagnostik mehrsprachiger Kinder fühlen als TherapeutInnen mit weniger Berufserfahrung. Dass sich insgesamt keine größeren Veränderungen im Vergleich zu früheren Studienergebnissen feststellen ließen, lässt vermuten, dass die Anzahl besuchter Lehrveranstaltungen einen eher geringen Einfluss auf das Kompetenzempfinden nimmt. Es muss weiter untersucht werden, welche Maßnahmen sich positiv auf die empfundene Kompetenz bei der Diagnostik mehrsprachiger Kinder auswirken können.
Abstract: In previous studies, speech and language therapists have often reported insecurity about their ability to clearly distinguish between developmental language disorders and a need for language support in multilingual children. Therefore, they expressed the wish to acquire more in-depth knowledge in this area. This study examines whether the range of courses offered at universities and professional schools has expanded in the last ten years and whether this and/ or other factors have an impact on the self-perceived competence of therapists. In an online questionnaire, we collected data on potential influencing factors such as professional experience, participation in courses on multilingualism, multilingualism of children and therapists, knowledge and self-perceived competence in diagnosing multilingual children, as well as the experience in using relevant test material. 192 speech and language therapists took part in this study. Participants who graduated more recently (i.e., in the last ten years) reported to have attended more courses on multilingualism. However, in line with previous research, participants still report dissatisfaction with the available diagnostic tools for multilingual children. Moreover, it was found that participants with more professional experience (more than ten years) feel more competent in diagnosing multilingual children compared to therapists who graduated more recently and who have less professional experience.
The fact that no major changes were found overall compared to previous study results suggests that the number of courses attended has a rather small influence on the perception of competence. Further research is needed to determine which measures can have a positive impact on perceived competence in diagnosing multilingual children.
Schlüsselwörter: Mehrsprachigkeit, Diagnostik, Kompetenz, Sprachentwicklungsstörung
Keywords: Multilingualism, diagnostics, competence, developmental language disorder
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Inhalt:
Dieser Artikel wurde in der Fachzeitschrift Logos veröffentlicht.
Ausgabe 2/2022   DOI-Nr. 10.7345/prolog-2202097

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